Ein neues Möbel, neue Ordnung und ein schwieriger Vorsatz.

Dies ist mein Neujahrs-Post. Ja, ich weiß, der Januar ist schon wieder halb rum, aber nunja. Über den Jahreswechsel ist im Atelier viel passiert, und nun komme ich endlich auch mal dazu, das zu zeigen. Denn ein wenig hat auch mich der „Alles-muss-neu“-Wahnsinn befallen, dem so viele im neuen Jahr erliegen.

Noch im alten Jahr ist eine Kommode eingezogen, die ich in den Kleinanzeigen entdeckt hatte. Fun Fact: Eigentlich wollte ich eine vom Möbelschweden, doch die war in der nächstgelegenen Filiale nicht vorrätig. Nun hab ich für die Hälfte des Preises ein Stück, das wahrscheinlich doppelt so massiv ist. Juhu!
Das neue Möbel war dringend nötig, da ich für meine Wollvorräte echt keinen Platz mehr hatte. Das Würfelregal war einfach zu klein, und schon seit Monaten stapelten sich einige Tüten mit Garnen abwechselnd auf dem Schreibtisch oder auf dem Boden, je nachdem, wo sie gerade weniger störten. Damit ist jetzt Schluss. In die Kommode passt sämtliches Garn, sodass ich die sechs Schubfächer im Würfelregal zu Projektschubladen umfunktionieren konnte.

     

Bei der Planung bin ich sehr realistisch vorgegangen. Und realistisch gesehen ist die Antwort auf die Frage: „Was ist machbar?“ eben schlicht und einfach: „Nicht viel“. So richtig stricken oder häkeln kann ich nur, wenn mein Kind schläft, und wenn es das tut, passiert es nicht selten, dass ich mich einfach dazu lege, um ein wenig Schlaf nachzuholen, der aktuell meistens in den frühen Morgenstunden fehlt. Wie schön, dass ich „nur“ sechs Fächer zur Verfügung habe, denn mehr als sechs Projekte nehme ich mir für das Jahr auch nicht vor. Wenn ich mehr schaffe, ist das gut, aber ich erwarte es nicht. Außerdem sind es zum großen Teil sehr einfache Projekte, sodass ich sie jederzeit unterbrechen kann, ohne beim nächsten Mal nicht zu wissen, wie es weitergeht. Aber seht selbst:

Meine sechs Strick- und Häkelprojekte für 2019

Nummer 1 ist ein Resteprojekt, für das ich mit doppeltem Faden einige Baumwollgarne zu einfachen Lappen verarbeiten möchte. Ein Teil dieser Art ist bei uns schon in Gebrauch (und ich habe es leider nie bei Ravelry eingepflegt).

Nummer 2 ist ein Paar mit doppeltem Faden gestrickte und gefilzte Puschen von Drops. Im Original ist dafür „Eskimo“ vorgesehen, ich habe allerdings noch einige Knäuel „Andes“ da. Mit dieser Qualität habe ich bislang ganz gute Filz-Erfahrung gemacht.

Nummer 3 ist ein ganz einfaches asymmetrisches Krausrippentuch aus der wunderschönen „Gomitolo Merino“ von Lana Grossa. In dem Laden, in dem ich mal gearbeitet habe, war das eines unserer Standardtücher, weil es super einfach ist: Drei Maschen anschlagen, kraus rechts stricken und an einer Seite abwechselnd in jeder 2. und 4. Reihe eine Masche zunehmen.

Nummer 4 ist wieder aus „Andes“ statt Eskimo, und gehäkelt. Für meine Stand der Häkel-Erfahrungen ist der Weihnachtsbaumteppich von Drops sogar eine kleine Herausforderung.

Für Nummer 5 fehlt mir noch eine zündende Idee, aber aus zwei Farben der wunderschönen „Indiecita“ von Filcolana möchte ich mir ein Tuch oder einen Loop stricken. Vielleicht ja den Newsprint Cowl von Purl Soho?

Mein sechstes Fach ist noch leer, aber Junior braucht bald eine neue Mütze, da die alte schon geriffelte Spuren an seinem kleinen weichen Kopf hinterlässt. Kann also gut sein, dass ich demnächst nochmal die Babymütze mit Ohrenklappen von Annika Heller in der nächsten Größe stricke.

                    

Mein schwieriger Vorsatz für 2019: Kein Garn kaufen!

Nachdem ich mir alle Projekte so schön zurechtgelegt und den Rest ordentlich wegsortiert habe, musste ich mir wieder einmal eingestehen, dass ich genug Garn für einige Jahre habe – vor allem, wenn ich sie in dem aktuellen Tempo verarbeite. Und so schwer es ist, werde ich in diesem Jahr wirklich, wirklich nichts neues dazu kaufen. WIRKLICH! Zum Glück habe ich mir gleichzeitig ein anderes Ziel vorgenommen, für das es sich lohnt, jeden Cent zu sparen. Denn ich möchte mir ein E-Bike kaufen, und die guten Modelle haben eben ihren Preis.
Einige Garne habe ich schon aussortiert und würde sie gerne veräußern, um noch ein paar Taler in mein Sparschwein stecken zu können. Ob ich diese Kandidaten hier demnächst mal zeige oder vielleicht sogar einen Insta-Flohmarkt starte, weiß ich noch nicht. Wäre das was?

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Ein Gedanke zu “Ein neues Möbel, neue Ordnung und ein schwieriger Vorsatz.

  1. Genau den gleichen Vorsatz habe ich mir auch genommen – und bis jetzt läuft es sogar ganz gut! 😉
    Als ich mal groß Garn aussortiert hatte, bin ich auch bei Ebay-Kleinanzeigen ziemlich schnell was losgeworden, besonders paketweise funktionierte das ziemlich gut.
    LG, Lena

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